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Aaaa.... was mach ich den da? - Akzeptanz, Analyse, Authentizität auf der Geige, oder was hat eigentlich Üben mit Lego zu tun? Klingt fast wie ein Psychocoaching, ist es keiner.

February 27, 2018

Heute, habe ich mit meinen Studenten viel über Arbeiten, das heisst Üben gesprochen. Na ja, diesen Anfang habe ich vor 2 Monaten geschrieben. Aber was soll's... wieder ein Bisschen theoretisch über Üben im Allgemeinem. Und ich habe mir versprochen, im nächsten Text mache ich mir ans Triller oder an die Doppelgriffen.

 

Einerseits schon in der Grundschule lernen die Kinder, dass Musik ein (im besten Fall) zweitrangiges Fach ist und Spielen eines Instrumentes soll bloß ein Hobby (das Spaß macht) sein, andererseits wird den Kinder sogar von den eigenen Instrumentallehrer ins Ohr gelegt, sie sollen bitte schön täglich üben. Internet ist voll vom Artikel nach dem Motto. wie motiviere ich meine Schüler etc. zum Üben. - Dazu meine Meinung hier. 

 

In den Jahren, in denen ich mit zwei kleinen Anhängsel Geige und Violinpädagogik studiert habe, hatte ich zwangsweise genug Gelegenheit an meiner Effizienz zu feilen. Es soll nicht direkt ein Lob der Faulheit werden, aber so etwas in der Art. Die echten Ladies (und Gentlemen) schwitzen  nicht.

 

Wenn es ums Üben geht, hat bei mir eines nicht funktioniert: immer wieder die eine schwere Stelle zu Üben. Das verursachte bei mir nur Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Frust und Verspannung. (Der Blick - pure Hoffnungslosigkeit :) )

 

Das was ziemlich gut funktionierte, war die ehrliche Analyse dessen, was nicht funktionierte. Es verlangt sehr viel Ehrlichkeit aber so kann man aus den Fehler lernen.  Was ich daran nicht so gut finde?

1. "Fehler" muss man sich am Anfang antrainieren - doppelte Arbeit.... (bin zu Ladylike).

2. Ich bin davon überzeugt, dass man auf Negativem nichts Positives aufbauen kann.

3. Vor allem den Kinder schlägt es aufs Gemüt.

 

Was dann? - Ich mag mir den "Übeprozess" in drei Phasen teilen: 

1.Aneignen der nötigen Technik

2.Kennenlernen des Notentextes

3.Proben

 

Anstatt zu denken was ich eventuell schon falsch mache, stelle ich erstmals fest, was ich für das was ich vorhabe brauche. Wie bei Lego. Die Teile vorbereiten und dann zusammenbauen. Obwohl manche stürzen sich auf die Kiste und rufen : "Mama ich brauche blauen Zweier!!!! Und den Kopf von Joda" 

 

 Also ich versuche möglichst sorgfältig und absolut entspannt die Noten zu lernen. Wie beim Tanzen brauchen die Finger links eine gute Choreografie. Separat schaue ich mir schon die Bogenhand an. Ich bin ein "Slow-learner" es dauert bei mir relativ lang, dafür genieße ich meistens kurze Probephasen.

 

Für die nötige Technik nutze ich Einspielübungen und so manche "Tricks" die ich auch schon beim Text über Kreisler beschrieben habe

 

Für mich funktioniert dieses System sehr gut weil:

1. Ich liebe Lego.

2. das Packet "Technik" wirkt immer kleiner und leichter und wie beim Radfahren es bleibt gelernt. 

3. Beim Lernen der Technik kann ich sehr viel Aufmerksamkeit dem Körper widmen.

4. Ich langweile mich nicht, weil ich nicht sehr lange gleiches Stück spiele.

5. Bei der Interpretation habe ich viel mehr Spielraum auch für Spontanität.

6. Ich sehe meine eigenen Fortschritte klarer und objektiver.

7. Es gibt mir das Gefühl, das alles machbar ist.

8. Es reduziert "Infekt-Risiko" ich trainiere mir weniger Fehler an, die ich nachher mühsam ausräumen müsste.

9. Man kann die drei Phasen sehr flexibel gestalten, verkürzen und miteinander kombinieren.

10. Der Frust-Pegel ist somit sehr, sehr niedrig.

 

 

 

 

 

 

 Ich glaube nämlich nicht, wie Joda , dass Versagen der größte Lehrer sei.

Aber das gefällt mir: "Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler" - auch von Joda.

 

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