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Bruder Jakob, oder wie man die kleine Fingerchen zum Spielen erweckt

May 21, 2018

Es wird gesagt, dass jeder Anfang schwer sei. Da bin ich mir gar nicht so sicher. Obwohl, mein Komputer jetzt auch nicht wirklich anfangen wollte. Der Fakt ist, ich habe mich jetzt endlich, an dieses Thema gewagt.

 

In diesem Beitrag wende ich mich, vor allem an junge, angehende GeigenlehrerInnen und glaubt mir, es gibt ziemlich wenig kreative, moderne Quellen, wo man lebensnahe, umsetzbare Ideen für den Start mit Violine finden kann.

Ich habe einen guten Ratschlag, ein Paar einfache Tricks, in mein Methodikrepertuar aufzunehmen, unterschätzt und nicht wirklich beherzigt. Das habe ich nach einigen Jahren nachgeholt und vor allem für den Probeunterricht, zum Aufwärmen nach längerer Pause oder bei Schülern, die grundsätzlich nicht wirklich üben, nützlich gemacht.

 

Mein "Bruder Jakob" passt sowohl für 3 jährige, wie für 7 jährige und erwachsenere Anfänger, als festes Ritual im Unterricht mit den kleinsten, oder als spielerisches warm up für Größere. Das Lied kennt doch jeder und wer es nicht kennt, kann man es auf diesem Video. Die beste Tonart für Geige ist D-Dur, wenn es sein muss geht auch A-Dur ich mag allerdings viel lieber die erste. Es ist Kanon, was kreative Einsatzbereiche noch erweitert und das Begleiten einfacher macht, weil wir mit der Tonika immer gut bedient sind. Auf der Bratsche Ist G-Dur ziemlich perfekt umsetzbar.

 

Das ganze sieht bei mir so aus:

 In dem Foto ist auch link zum Bruder Jakob, mit wunderbaren Zeichnungen von Kirnan John. 

Es ist wichtig, die Instrumente gleich in die Hände zu nehmen, aber den Schülern nicht den Eindruck zu vermitteln, dass sie geprüft werden. Denn, auch wen die Schüler üben, werden die Effekte nicht dem tatsächlichen Zustand gerecht, was zum Frust oder noch schlimmerem führen kann.

 

Ich singe Bruder Jakob und auf den dritten Schlag werden die D- und A-Saiten mit der rechten Hand gezupft. Es geht darum die Schultern in Kreisbewegungen zu lockern, warum auf Schlag 3?

Weil:

1. es besser für mich klingt 

2. es gibt Zeit für die Vorbereitung des pizzicato

 

Ich mag wenn die Schüler auch intuitiv neue Inhalte begreifen. Es ist eine Einführung der Vorbereitungstechnik und Entspannung auf ein Mal. 

 

Der zweite Schritt ist den Bogen in die Hand zu nehmen und mit dem Schüler, nur im Abstrich, zusammen zu streichen. Auch in sehr großen Bewegungen, gleich alle Haare des Bogens auf den beiden Saiten und schön weich, forte. Es bringt die Geige zum klingen. Als Erweiterung genau das gleiche nur im Aufstrich, es wird eine Katze vom Schwanz bis zum Kopf gestreichelt. Jetzt ist die rechte Hand warm, das Instrument klingt, die linke Hand muss ran und am besten gleich die Finger. 

 

Auf dem 3. Bild in der Galerie steht die Begleitung der linken Hand. Es werden in Viertelschlägen D- und A- Saiten, mit den Finger gezupft. Entweder mit gleichem, oder abwechselnd, jedoch immer so, dass jeder Finger benutzt wird. Diese Übung habe ich mir bei den Colour Strings abgeguckt und muss bestätigen, dass tatsächlich, die Zupferei die Hand super locker macht und bringt echt viel für die Technik. Viertelnoten zu zupfen ist für 3-jährige echt anspruchsvoll, da kann man, am Anfang auch nur auf Schlag eins die D-Saite zupfen.

 

Bei mir funktioniert, so eine Einladung zum spielen, in meisten Fällen richtig gut. Und im Prinzip kann man es noch sehr gut erweitern. Da kann jeder richtig kreativ werden. Bei manchen Schülern ist das ein einmaliges Spiel, welches hilft kleine Krisen zu überwinden, bei anderen Bestand eines festes Begrüßungsrituals, das mit der Zeit um neue Elemente erweitert wird.  

 

 

 

 

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