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Etüde no. 1- oder die unendliche Steppen der Ukraine

November 19, 2018

 

"Es gibt kaum einen Geiger auf dem weiten Erdenrund, der sich nicht an Kreutzer weltbekannten Kapricen gebildet hat, und man kann wohl auch mit Recht behaupten, dass ein wahrhaft tüchtiger Violinspieler ohne gründlichstes Studium dieser musterhaften Etüden überhaupt nicht hervorgehen kann" schrieb einst, um 1911 Fritz Meyer in seinem Vorwort zur Bosworth Edition eben dieses Meisterstücks. 

Die erste Kreutzer Etüde. Wenn man sie richtig beherrscht, verwandelt sich der Bogen in unendliche Steppe der Mandschurei und rechter Hand werden keine Grenze mehr gesetzt.

Eine geniale Komposition, deren Zweck es ist "die Erlangung eines vollen, singenden Tones, sowie Erziehung zur Sparsamkeit"*.

Mit dem Bild habe ich ein Übeplan verlinkt, der vielleicht ein Hilfe, vielleicht ein Wegweiser, vielleicht nur Inspiration sein kann. 

 

Kurz als Erklärung. Wenn ich solches Stück sehe, mit vielen Legte - Bögen und langen Noten, bereite ich mich auf bevorstehende Herausforderung gleich beim Aufwärmen. Hier würde ich mit Urstudien von C. Flesch mich einspielen, um Vibrato- und Lagenwechsel Übungen zu vorbereiten. Und gerade mit einer den beiden Möglichkeiten würde ich anfangen. Zum Beispiel mit Vibrato- Übungen auf jeder langen Note.

 

Rechte Hand vorbereite ich mit Bogen Yoga.

 

Nach so einem Workout, ist es gut langsam den Notentext kennenzulernen - meine Technik? Kein Rhythmus, detache, langsam, achtsam.

 

Zur Etüde: 

1. Vibrato-Übungen auf langen Noten. Es hilft, wenn man bewusst für sich entscheidet welche Art des Vibratos vorbereitet wird - Arm oder Handgelenk?

 

2. Vibrato wirkt sich oft nicht sehr positiv auf Intonation, jetzt wurde ich langsam, ohne Bindebögen alles durchspielen. Der Zweck ist klar.

 

3.In diesem Schritt werden Lagenwechsel geübt. Ich nenne sie Hubschrauber -, oder klassische Lagenwechsel, weil der zuletzt gespielte Finger in die folgende Lage gleitet. So ist dieses Wechsel fast unhörbar, und der daraus greifende Finger trifft sicher seinen Ton.

 

4. Jetzt wäre die Zeit, die Geläufigkeit zu üben, denn in der Etüde befinden sich auch solche Passagen, die sie verlangen. Wie es geht? - schaue in Geläufigkeitswegweiser auf der Seite.

 

5.Schritt dient besonders dem Üben von Legatostellen. Ich nenne es Umgekehrte Reise nach Jerusalem, denn es geht genau wie in diesem Spiel, nur wir geben eine Note immer dazu. Wichtig ist an genaue Bogenlänge und Strichrichtung zu denken. Also nicht viel Strecke verwenden, nur so wenig wie nötig. Sonst ist die Überei umsonst und das wollen wir nicht.

Ich hoffe, ich konnte diese Etüde schmackhaft machen und dieser Text wird helfen, das Üben etwas strukturierter zu gestallten. Viel Spass beim ausprobieren. 

 

* Meyer, Fritz: Kreutzer 42 Etüden ou Caprices pour Violon. Bosworth Edition 1911, 3.

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