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Kreisler-Corelli, Variation Nr. 3, oder die Stunde der Wahrheit

June 12, 2018

 

Tada, wer das ganze Stück mit Köpfchen und Geduld geübt hatte, soll mindestens, was die linke Hand betrifft, in der 3. Variation bergab haben, denn im Prinzip wiederholen sich sehr viele Griffe und Akkorde der ersten beiden Variationen.

Ausserdem war der Kreisler ein sehr kluger Geiger, der genau wusste wie man mit wenig Mitteln großen Eindruck erzielen kann.

Dennoch für alle, die noch etwas Inspiration gebrauchen könnten, hier ein paar Ideen oder ein kleines Tutorial, wie man noch sinnvoll diese Variation üben kann. Diese Tips verlangen jedoch Disziplin, Geduld und jede Menge Ehrlichkeit.

 

Ich werde der linken Hand bewusst nicht sehr viel Aufmerksamkeit schenken aus mehreren Gründen.

Erstens, sie kriegt sowieso sehr viel davon und viele Studenten scheinen geradezu von ihr besessen zu sein, als ob nichts Anderes wichtig wäre.

Zweitens in erstem Text über Kreisler-Corelli und in dem Beitrag über Doppelgriffe sind schon viele Tips enthalten, die auch hier gut absetzbar sind.

Drittens, entspannte rechte Hand hilft der linken sich zu entspannen.

Viertens, hier findet man ein Spickzettel als PDF auch zum Intonation.

Und fünftes, niemand will ein Stück hören, das zwar sauber aber langweilig und hässlich gespielt wurde.... sorry. Intonation ist nicht alles. 

 

Beim Üben sind verschiedene Komponente gleich wichtig. Wenn man sich das verinnerlicht und bewusst ans Üben herangeht, spart man eine Menge Zeit und Frust.  Denn durch blosses wiederholen kommt man nicht voran. Oder eigentlich doch, nur nicht unbedingt dorthin, wo man sein will.

 

Jetzt konkret ein Paar Ideen, wenn erste langsame durchspielen, Notenkennenlernen und so weiter gemacht worden sind.

 

1. Probiere mit Originalstrichen und original Fingersätzen separat nur die untere und dann nur die obere Stimme zu spielen. Die Akkordenverbindungen, die noch nicht glatt gehen, separat gezielt herausnehmen und denen ein Bisschen Aufmerksamkeit widmen.

 

2. Versuche es mit Vorbereitungstechnik - linke Hand steht zuerst (impulsartig und locker) dann kommt der Bogen. Diese Technik kann man noch erweitern, oder nach bedarf zerteilen, zum Beispiel nur zwei untere Stimmen oder zwei obere Stimmen greifen. Wichtig dabei ist, nach dem Fallenlassen sofort Entspannung suchen, die Bogenhand bleibt "faul". Die Intonation stimmt nicht? - leise und langsam den Akkord ausstimmen.

 

3. Pizzicato zu üben schadet auch nicht und zu klaren Vorteilen gehört, es ist sehr Nachbarfreundlich.

 

4. Bei den Akkorden ist es wichtig das Gewicht gleichmässig und kontrolliert zu Verteilen. Schenke etwas Aufmerksamkeit der rechten Hand. Wie wäre es mit Übungen aus dem Text über Doppelgriffpiraterie? - Sie helfen einen guten Balance zu finden. Die Ruderbootübung ist sehr effizient, Segelschiff hilft die Hand zu entspannen.  

 

5. Mach es umgekehrt. Kreisler wollte bei allen Akkorden die Aufstriche, probiere alles in Aufstrich zu spielen. 

 

6. Konzentriere dich jetzt auch auf der Bogeneinteilung. Es ist sehr wichtig viel an Klag zu denken. Es soll nämlich nicht bloß wie eine Etüde klingen. Es ist ein schönes Stück Musik und wir vorbereiten Basics für Dynamik und Phrasierung.

 

 

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