A - wie Achtsames Üben
- kindervioline
- 9. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Eine kleine Checkliste als Hilfe beim Üben mit und Ohne Kindern.

Den Kopf aufrichten
Es bedeutet sich darauf innerlich im Kopf zu vorbereiten, was gleich kommt. Es kann zum Beispiele so aussehen:
„Ich werde gleich mir … Geige üben. Er ist momentan in keiner guten Stimmung. Ich werde ihn daran erinnern, dass er eine Pause in dem Spiel machen muss, was nicht sehr leicht ist, aber nach dem Üben wird er weiter Lego bauen dürfen.“
„ Ich werde gleich mit … Bratsche üben. Ich kümmere mich zuerst darum, dass ihre Schwester genug beschäftigt ist damit … es schön hat und sich nicht gestört fühlt“
oder das Kind:
„Wir packen gleich deine Bratsche aus, du hast länger nicht geübt, es kann sein, dass es erstmals nicht so toll klingt. Hast du schon überlegt, womit du anfangen möchtest?“
„Was möchtest du jetzt üben? Womit möchtest du anfangen? Was würde im Unterricht gesagt, worauf du dich konzentrieren sollst?“
„Was ist an dieser Stelle so besonders? Willst Du mir erklären, was hier klappen musste?“
Den Oberkörper aufrichten
Einen Moment innehalten, und Atmen, Rücken gerade. Unsere Körperhaltung kann nämlich die Stimmung beeinflussen. Eine stets gebeugte, sitzende Haltung kann wirkt sich möglicherweise negativ auf Selbstwertgefühl und die Bereitschaft sich den kommenden Anforderungen zu stellen. Es hilft seine Nerven zu regulieren, denn das verharren in einer Haltung kann unsere Empfänglichkeit für bestimmte Gefühle „einfrieren“.
Für das Kind, die Aufgerichtete Haltung sendet ein Signal: „Ich bin bereit. Ich stelle mich den Herausforderungen an.“
Den Unterschied zwischen schwer und leicht spüren
Das ist jetzt etwas Instrument spezifischer, es ist sehr wichtig beim Bratsche bzw. Geige üben, dass man seinen eigenen Gewicht gut spürt und unterschied zwischen SCHWER (locker) und LEICHT (angespannt) merkt. Die Prinzessinnen von Disney wirken wunderbar leicht, aber für spielen brauchen wir Gewicht.
Ein kleines Experiment für Eltern:
Hebe den linken Arm, als ob du Geige halten würdest. Greife mit der rechten den Ellenbogen, fühlt es sich schwer? Wiege den Arm und mache es bewusst schwer. Jetzt nimm einen kleinen Stift in die Hand, empfindest du es immer noch als Schwer?
Suche das Gefühl. Experimentiere ein Bisschen mit dem Kind.
Schuler lockern
Die Schultern zu bewusst zu entspannen, hilft Angst zu bewältigen und löst den angestauten Stress auf. Verspannte Schultern helfen allerdings auch nicht beim Üben. Stelle sich gerade, lass die Arme pendeln. Jetzt stelle dir vor, dass die Schulterblätter entlang der Rücken in die Hosentaschen rutschen.
Oben und Unten verbinden
Aufgerichtete Körperhaltung kann die Laune heben. Es kann aber nicht nur die Stimmung verbessern. Es beeinflusst positiv das Selbstbewusstsein, Motivation und Energie. Kopf hoch ist nicht nur eine Redewendung, sondern eine Lebensweisheit. Sorge dafür, dass das Kind dabei den Boden unter den Füßen gut spürt. Die Erdung schafft Sicherheit.
Viele Kinder mögen nicht lange im stehen üben, beim sitzen im Schneidersitz, mit geraden Rücken, aufgerichtetem Kopf, Sitzhöcker am Boden kannst du OBEN mit UNTEN verbinden.
Innen und Außen verbinden
Es geht darum den Gedankengang mit dem Körper in Einklang zu bringen. Beim Verbinden von Innen und Außen, was ich wortwörtlich aus dem Tai Chi übernommen habe geht es vor allem darum, die Gedanken im Kopf mit Bewegung zu kombinieren. Das heißt unter anderem jede Körperteil gut zu spüren und das ganze noch mit dem Atmen zu kombinieren. Kleinen Kindern kann man dabei helfen in dem man alles was geschieht mit Worten benennt.
In Bewegung Ruhig bleiben
Das ist selbsterklärend. Keine Hektik, auch schnelle Bewegungen brauchen Ruhe.
Mehr zu dem Thema bald... mein ebook kommt bald, hoffentlich.











































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