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M- wie Motivation und was hat es mit Kuchenbacken zu tun

  • vor 18 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Maria Lojek; simply violin


Nicht alle mögen Backen, genau gleich ist es mit Üben. Nicht alle mögen es zu üben. Die Meisten mögen allerdings Kuchen essen und viele mögen Musik.


Für mich hat Motivation auch etwas mit Zielsetzung und mit den Gründen warum wir etwas machen zu tun. Es gibt auch sehr viele Diskussionen und Meinungen dazu. Sogar unter den Lehrenden ist es ein präsentes Thema. Intrinsische oder eben extrinsische Motivation, loben versus nicht-loben. Ich glaube es ist mittlerweile gar nicht so relevant. In Deutschland diskutieren wir nicht, ob die Zähne am Abend geputzt werden oder nicht. Wir fragen es uns gar nicht, ob wir die Kinder in die Schule schicken oder nicht. In Bangladesch oder Kongo fragt vermutlich auch niemand, wie ich mein Kind motiviere 10 Stunden zu arbeiten. Manche Tätigkeiten sind anscheinend „offensichtlich“ genug und gehören zum Leben dazu. Angst davor, was die Lehrerin bzw. Lehrer sagen, Angst vor schlechter Note oder Unbehagen im Unterricht sind keine gute Motivatoren.


Tatsächlich gibt es viele Theorien rund um Motivation, dass was mir besonders ins Auge sticht ist die Tatsache, dass unabhängig vom Eingangspunkt meinen Recherchen das Umfeld scheint eine zentrale Rolle zu spielen. Geeignete Umfeld scheint das zu sein, was Entwicklung des Kindes am nachhaltigsten prägt.


 Motivation macht uns Eltern das Leben leichter

 

Die Motivation nimmt uns Großteil der Arbeit ab. Wie toll ist es denn, wenn wir nicht hinter dem Kind herrennen müssen und ständig nur zum Üben animieren? Wenn die Sprösslinge sich für ein Instrument entscheiden, rechnen wir oft nicht damit, dass wir sie noch zum Üben animieren werden müssen. Es soll doch Spaß machen. Tatsächlich haben die Eltern erstaunlich oft genau diese Vorstellung. Nehmen wir Motivation ein Bisschen unter die Lupe. Auch die unsere, sie kann uns nämlich etwas träge und blind machen. Sie ist eine tückische Freundin.


Aus meiner Praxis geht hervor, dass eine Kontextorientierte Intrinsische Motivation am nachhaltigsten wirkt. Ein unterstützendes Umfeld, in dem Musik geschätzt wird und das Üben wichtig genommen wird, ein Kind das wirklich immer gleich gerne spielen lernen möchte sind ein Traum. Es ist leider utopisch. Auf meiner Internetseite habe ich mehrere Übe-Blätter, die unter anderem Lust am Üben wecken sollen aber auch die Fortschritte sichtbar und zuallerletzt zeigen, dass die investierte Arbeit auch entsprechende Ergebnisse bringt.




Leider passiert oft genug, dass die Kinder Instrumente in die Hand nehmen und einfach irgendwas spielen um ein Bild auszumalen. Es sieht nach Spaß und Freude aus alles ist gut. Aber es ist weder nachhaltig, noch ist es üben. Das ist die Extrinsische Motivation. Hier geht es um Lob und Preis und nicht um echtes Können. Es ist ein Bisschen, wie in der Schule und darauf sind auch die Schülerinnen und Schüler gewöhnt. Es werden zwar Bilder ausgemalt und ich glaube auch es wird tatsächlich gespielt, aber nicht geübt. Die Eltern merken das daran, dass die Fortschritte kaum sichtbar werden. Es ist nicht fehlendes musikalisches Talent, es ist falsch gesetztes Ziel und im Endeffekt, tatsächlich wirklich schlechtes Üben. Um das auszubügeln brauchen wir ein Bisschen Strategie. Im Unterricht können wir eine kleine Stelle nach M&M’s Prinzip auswählen und es zusammen üben bis es 5 Mal hintereinander klappt. Es verlangt unglaublich viel Disziplin der Preis ist jedoch das Können und das Gefühl es zu können. Ob es mit 15 Minuten TikTok schauen konkurrieren kann sei dahingestellt. Chance besteht.


Warum ist es mit Motivation nicht immer so leicht? Warum Spaß haben nicht ausreicht?

- Weil die Kinder vieles nur so lange machen, bis es ihnen noch leichtfällt. Das hört früher oder später auf, wenn sie auf Schwierigkeit stoßen. Und das schwächt das Selbstvertrauen.

- Streichinstrumente sind einfach zu schwer um auf Dauer ohne genügend technische Fertigkeiten und guter Haltung mit Freude zu musizieren. Stücke nacheinander „abzuhacken“ ist nicht besonders nachhaltig. Technik dahinter genau zu lernen ist langweilig.

- Ohne sich mit anderen zu vergleichen, beim Spielen auf einem Instrument merken die Kinder relativ schnell sich realistisch einzuschätzen. Wenn sie sich nicht mehr stark darin fühlen untergräbt es das Selbstwertgefühl.



Lernen verlangt auch sehr viel Mut und Überwindung. Seien wir ehrlich, besonders bei Streichinstrumenten dauert es eine Weile bis es klingt. Daher schreibe ich buchstäblich von Überwindung. Das Instrument kann sich am Anfang nicht sehr gut anfühlen und, wie es eine Mutter mal beschrieb: „Es klingt am Anfang eingerostet“. Im Kapitel „Streicher A B C“ – findet man mehr über Thema Einspielen. Jetzt möchte ich nur das bewusst machen, dass besonders der beginn nicht so angenehm und mit viel Frust verbunden ist. Ein Hilfsmittel kann:

1. eine feste Routine

2. Methode den kleinen Schritten

3. ein messbares, kleines (M&M’s) sehr konkretes Ziel

4. VW Methode

5. Anfangen mit lieblings Übungen und Stücken sein.

Mut ist vielleicht mehr das Thema im Unterricht. Zu Hause beim Üben, soll meistens „nur“ das gefestigt werden, was in der Schule schon „verstanden“, „ausprobiert“, „gemacht“ wurde. Für Streicherinnen und Streicher bedeutet es am Anfang, nur das zu üben, was im Unterricht schon klappt.



Beim scannen der QR Code sollen sich neue Motivationverstärker offenbaren.


 
 
 

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